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Information Visualization

Termin: Montag 12:30-15:30 Uhr, Raum D 247, Start: 23.10.
(V4)

Dozenten: Prof. Dr. Harald Reiterer/Frank Müller

Adressaten

Beschreibung

Das explosive Wachstum des Internet, die fortschreitende Computerisierung aller Geschäftsbereiche und die Einführung von Data Warehouses in vielen Unternehmen haben zu der Einsicht geführt, daß Visualisierungstechniken als ein wesentliches Werkzeug für viele technische und kommerzielle Bereiche angesehen werden müssen (Gershon et al. 1998). Diese Einsicht hat dazu geführt, daß die Fachdisziplin Informationsvisualisierung (Information Visualization) in den letzten Jahren eine Vielzahl neuer Erkenntnisse und Visualisierungsstrategien entwickelt hat.

Unter Visualisierung wird in dieser Fachdisziplin die Transformation von Daten, Informationen und Wissen in visuelle Formen verstanden, wobei die Möglichkeiten der menschlichen visuellen Wahrnehmung besondere Beachtung finden. Die Fachdisziplin Informationsvisualisierung (Information Visualization) verbindet Aspekte aus den Bereichen wissenschaftliche Visualisierung (Scientific Visualization), Mensch-Maschine-Kommunikation (Human-Computer Interaction), Data Mining und graphische Datenverarbeitung. Im Gegensatz zur Scientific Visualization konzentriert sich Information Visualization auf die Darstellung von oft abstrakten Informationen und nicht auf die Darstellung von oft großen Zahlenmengen wissenschaftlicher Beobachtungen. Dieser wesentliche Unterschied bedingt, daß viele interessanten Klassen von Informationen keine natürliche oder offensichtliche physikalische Repräsentation haben. Ein zentrales Forschungsproblem besteht daher darin, geeignete Metaphern und Visualisierungsformen für abstrakte Informationen zu finden. Dabei gilt es auch herauszufinden, welche analytischen Aufgabenstellungen durch diese Metaphern und Visualsierungsformen in geeigneter Weise unterstützt werden.

Voraussetzungen

Der Kurs gehört zur Vertiefungsrichtung Mensch-Maschine-Kommunikation des Studienganges Information Engineering. Grundkenntnisse im Bereich Mensch-Maschine-Kommunikation (siehe dazu die entsprechende einführende Lehrveranstaltung Mensch-Maschine-Kommunikation) sind wünschenswert aber nicht zwingend erforderlich.

Literaturhinweise

Die für die Bearbeitung des jeweiligen Themas notwendige Spezialliteratur wird gesondert zur Verfügung gestellt. Weitergehende Recherchen sind erwünscht.

Lehrmethoden

Der Spezialkurs wird als Kombination zwischen Vorlesung, Seminar und Übung abgehalten. Die ersten  Lehreinheiten dienen zur Einführung in die Themenstellung (z.B. Aufgaben, Datentypen, Darstellungsraum, siehe dazu vor allem Gershon et al. 1998 und Shneiderman B. 1998) und finden als traditionelle Frontalvorlesung statt. Anschließend werden die Themenstellungen der Hausarbeiten des  Kurses im Überblick vorgestellt und kurz erläutert. Jeder Teilnehmer übernimmt anschließend ein Themengebiet, daß er selbständig (oder mit anderen gemeinsam in einer Gruppe) im Rahmen einer Hausarbeit bearbeiten muß.

Es werden für jeden Teilnehmer Zwischentermine vergeben, bei denen er den Fortschritt seiner Arbeit präsentieren kann (Gliederungskonzept der Hausarbeit und des Foliensatzes, Zwischenversion der Hausarbeit und des Foliensatzes, Besprechung des Präsentationsablaufes). Ab Januar finden dann die Präsentationen der Hausarbeiten durch die Teilnehmer zu den Vorlesungszeiten statt.

Der Kurs wird unter Verwendung des Groupware-Systems BSCW abgewickelt (d.h. die Seminararbeiten werden als HTML-Dokumente erstellt, die persönliche Betreuung wird durch Groupware-Technologien ergänzt, eine elektronische Kommunikation zwischen allen Kursteilnehmern soll initiiert werden).

Leistungsnachweis


ECTS Anrechnungspunkte
Durch die Teilnahme an dem Kurs und nach Erbringung des Leistungsnachweises können  6 ECTS Kreditpunkte erworben werden.
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3. Juli 2000, Harald Reiterer; update: 20.10.00/DM