|
|
||||
|
|
Doz.: Torsten Grust, Jens Teubner
Themengebiet: Grundlagen der Informatik / Informatik der Systeme
Unter dem Decknamen XML (Extensible Markup Language) hat eine der klassischen Datenstrutkuren der Informatik, nämlich der Baum, in Rekordzeit einen weltweiten Siegeszug angetreten: unzählige Datenformate, Kommunikations-Protokolle und ganze Systeme werden bereits in Form von XML-Dialekt spezifiziert. 75% der IP-Pakete, die heute auf dem Internet verschickt werden, beinhalten Daten eines engen Verwandten von XML: HTML. Andere XML-Dialekte: WeatherML (Wettervorhersagedaten), NITF (von der Presse genutztes Nachrichtenformat), CellML (computer-basierte biologische Modelle) bis hin zu SportsML (XML-basierte Ergebnisdienste, Liga-Tabellen, Spielpläne, etc.).
Daten aller Art, die sich in einer Baumstruktur darstellen lassen, können mittels XML codiert werden: das resultierende XML-Dokument ist selbstbeschreibend, d.h. es trägt nicht nur die eigentlichen Datenfragmente sondern gleichzeitig auch Strukturinformation mit sich. Dies ermöglicht der Empfängerin eines XML-Dokumentes prinzipiell, sich auf einen XML-Dialekt einzustellen, den sie noch nie zuvor ``gehört'' hat.
Die Teilnehmer an dieser Vorlesung werden eine ganze Reihe von XML-Dialekten (d.h. Anwendungen) kennenlernen, in den Übungen praktisch lernen, wie man eigenen Programmen XML-Dialekte beibringt (also XML-Dokumente generiert, analysiert und transformiert) und nicht zuletzt auch die Mechanismen hinter XML (Bäume, Baumtraversals, ...) verstehen lernen.
(Für diejenigen, die sich in der XML-Welt schon umgeschaut haben und die folgenden Acronyme expandieren können: wir werden u.a. folgende Standards und Konzepte besprechen: XML, XPath, XSL, XQuery, DOM, SAX, DTD, XML Schema, XHTML)