Uni-Konstanz

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Fachgruppe Informatik und Informationswissenschaft

 

information engineering

 

 

 

 

Zum Kommunikationsparadigma des Wissensmanagement 2: Praktische Anwendungen und Systeme // The communication paradigm in knowledge management 2: Applied part

(V/Ü2)
Termin: Di 8.30-10 h/D 247

Doz.: Rainer Kuhlen, Joachim Griebaum

Adressaten:

Studierende des Information Engineering im Bachelor-Vertiefungsstudium/im Masterstudium

Themengebiet: Informationswissenschaft / Angewandte Informatik


Inhalt:

Dem Kurs liegt die (empirisch belegbare) Hypothese zugrunde, dass Wissen immer weniger individuell, vielmehr verteilt und in (oft virtuell organisierten) Gruppen erzeugt und genutzt wird. Dies gilt sicherlich in organisationellen und wissenschaftlichen Umgebungen. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass sich der Umgang mit und das Management von Wissen und Information immer mehr in elektronischen Umgebungen abspielt. Mit "Umgang mit Wissen und Information" meinen wir die Formen der Produktion, der Darstellung, der Aufbereitung, des Austauschs, der Verteilung, des Zugriffs auf das dargestellt Wissen und der Nutzung und des Nutzens von Wissen, mit "Wissensmanagement" entsprechend die Formen, wie dieser Umgang organisiert ist.

Entsprechend soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit organisierte und institutionalisierte Formen elektronischer Kommunikation als angemessene Instrumente des Wissensmanagement angesehen und verwendet werden können. Angemessen soll heißen: entsprechend a) den gegenwärtigen informations- und kommunikationstechnologischen und -methodischen Potenzialen und b) den Erwartungen der beteiligten Personen, Gruppen und Organisationen an einen effizienteren Umgang.

Vor allem aus der sozialpsychologischen Forschung zur computerunterstützten Kommunikation sind jedoch durchaus widersprüchliche Aussagen zur Effizienz und Effektivität von elektronischen Kommunikationsformen abzuleiten, die wegen unvermeidbarer medialer Kanalreduktion von größter Skepsis bis hin zu euphorischer Unterstützung wegen der großen Bandbreite medialer Substitutions- bzw. Kompensationsmöglichkeit reichen.

Am Beispiel der verteilten Wissensorganisation von enzyklopädischem Fachwissen soll untersucht werden, welche Erfolgsfaktoren und Akzeptanzkriterien für den Einsatz von elektronischen Kommunikationsforen für das Wissensmanagement maßgeblich sind. Hierfür wird auf den experimentellen aber real im Einsatz befindlichen Prototypen ENFORUM (Virtuelles Enyzklopädisches Wissensforum) zurückgegriffen.

Anwendungsumgebungen kollaborativen Wissensmanagements:

Kursorganisation

Entsprechend dem Thema des Kurses kann nicht das Vorlesungsparadigma des Frontalunterrichts zum Einsatz kommen. Vielmehr soll das Wissen des Kursgegenstands gemeinsam erarbeitet werden.
In dem eher theoretischen Teil des Kurses (Do) werden eher traditionelle Seminartechniken eingesetzt, z.B. werden grundlegende Texte gemeinsam besprochen (nach individueller Kurzpräsentation der zentralen Thesen, exemplarische Webauftritte zur Erläuterung des kommunikativen/kollaborativen Paradigmas des Wissensmanagements vorgestellt und diskutiert. Die Verbindung zu dem eher praktischen Teil des Kurses (Di) wird dadurch hergestellt, dass die Themen des Kurses auch über das für den Kurs eingerichtete elektronische KommunikationsforumKommunikationsforum vorab und im Anschluss an die jeweilige Sitzung weiter diskutiert werden.

Weiterhin sollen im praktischen Teil Formen kollaborativen Wissensmanagements durch traditionelle und elektronische Kommunikations- und Wissensmanagementformen eingeübt werden. Ein spezielles Ziel ist es, unter Verwendung der Lehrstuhl im Projekt ENFORUM entwickelten Software die Generierung von konzeptorientiertem Wissen im kommunikativen Paradigma in Übungen selbst zu betreiben.

Literatur:

Wird im Kurs bekannt gegeben

Leistungsnachweis:

Wird bekannt gegeben

Leistungspunkte:

Bei erfolgreicher Teilnahme können 3 Punkte angerechnet werden.