Informationsethik - Modelle der Verfügung über Wissen -
Information ethics
(V2/S2)
Termin: Mi 8.30-10 h/G 309
Doz.: Rainer Kuhlen
Adressaten:
Studierende des Information Engineering, Bachelor 3. Studienjahr/Masterzweig
Der Kurs ist offen für Studierende anderer Fächer, z.B. Philosophie,
Medienwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Psychologie,
Soziologie, Jura. Willkommen sind auch Studierende aus den Natur- und Geisteswissenschaften.
Themengebiet: Angewandte Informatik /
Informationswissenschaft
Inhalt:
Kursziel sind die: Erarbeitung einer Konzeption für Informationsethik und die
Präzisierung der Hauptgebiete der Informationsethik durch Herausarbeitung der aktuellen Probleme/Herausforderungen und Erarbeitung zu deren Problemlösungen
bzw. zur Erarbeitung von praktischen
Handlungsanweisungen.
Themen:
- Zusammenhang von Ethik, Moral, Recht
- Gibt es ethische Universalien bzw. wie sind sie zu begründen?
- Was bedeutet informationelle Autonomie in elektronischen Räumen?
- Wie sind fundamentale Informations- und Kommunikationsrechte ethisch zu
begründen: 'right to read' (Zugriff); 'right to write' (freie 'Rede');
'right to communicate' (freier Austausch)?
- Wem gehört Wissen? Wissen und Information als öffentliches und
privates Gut.
- Wie sind Filter-, Abblock- und Rating-Verfahren aus ethischer Sicht einzuschätzen?
- Sind Privacy, Anonymität, Vertrauen ethisch begründbare Werte
auch in elektronischen Räumen?
- Muss eine Ethik für Roboter/Epers formuliert werden?
Materialien / Kursforum
Literatur:
- Kolb,A.; Bauer, G. (eds.): Cyberethik. Verantwortung
in der digital vernetzten Welt. Stuttgart: W. Kohlhammer 1998.
- Kuhlen, R.: Die Konsequenzen von Informationsassistenten. Was bedeutet
informationelle Autonomie oder wie kann Vertrauen in elektronische Dienste
in offenen Informationsmärkten gesichert werden? Suhrkamp: Frankfurt
a. Main 1999
- Kuhlen,R.: Ambivalenz von Filter-, Abblock- und Rating-Verfahren. In: Kubicek,H.e.al.
(ed.), Telekommunikationsjahrbuch 2000. Global @home, 371-384. Heidelberg:
Hüthig-Verlag
- Lessig, L.: Code and other laws of cyberspace. New York: Basic Books (Perseus
Books Group) 1999.
- Pourciau, L.J. (ed.): Ethics and electronic information in the twenty-first
century. West Lafayette, Indiana: Purdue University Press 1999.
- Spinello, R.: cyber ethics. Morality and law in cyberspace. Boston etc.:
Jones and Bartlett Publishers 2000.
Lehrmethode:
Der Kurs beruht auf aktiver Mitarbeit der Studierenden. In der Regel werden nach
einer Strukturvorgabe und auf der Grundlage vorher gelesener Texte in den jeweiligen
Sitzungen die jeweiligen Themen und Thesen in Kleingruppenarbeit erarbeitet und
von den jeweiligen Rapporteuren im Plenum vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse
werden fortlaufend protokolliert und auf der Website des Kurses dokumentiert.
Dem Kurs ist ein Kommunikationsforum zugeordnet, auf dem begleitend zum Kurs diskutiert
werden soll.
Leistungsnachweis:
Klausur.
Der Kurs ist auch als Seminar anrechenbar. In diesem Fall
brauchen die Teilnehmer nicht an der Abschlussklausur teilzunehmen, sondern erarbeiten
selbständig ein Thema zum Kurs und präsentieren die Ergebnisse am Ende
des Semesters und erstellen auf dieser Grundlage die Hausarbeit. Die "normalen"
Teilnehmer am Kurs schreiben als Leistungsnachweis in der letzten Sitzung eine
Klausur.
Leistungspunkte:
Bei erfolgreicher Teilnahme können 3 Punkte angerechnet werden.