GI-Dagstuhl-Seminar: Netzwerkanalyse12.-16. April 2004, Schloß DagstuhlOrganisation: U. Brandes (Univ. Konstanz), T. Erlebach (ETH Zürich) |
Mit dem Begriff Netzwerkanalyse wird ein breites Spektrum von Methoden bei der Analyse relationaler Strukturen zusammengefasst. Aktuelle Anwendungsbeispiele dafür sind
Ziel des Seminars ist es daher, die aus Sicht der Informatik relevanten Methoden und Probleme des Gebiets herauszuarbeiten und damit der allgemeineren Behandlung zugänglich zu machen. Der Schwerpunkt wird dabei auf Graphentheorie und Algorithmik liegen, die vielfältigen Anwendungen dienen als zusätzliche Motivation, sind aber nicht der eigentliche Untersuchungsgegenstand. Diese Ausschreibung richtet sich deshalb vor allem an methodisch interessierte Nachwuchswissenschaftler/innen.
Die Teilnehmer/innen bearbeiten in Vorbereitung auf das Seminar ausgewählte Themen aus dem Bereich Netzwerkanalyse. Sie erhalten dazu (englischsprachige) Originalarbeiten, die als Ausgangspunkt für eine umfassende Behandlung des Themas dienen sollen. Während des Seminars werden diese Themen auf deutsch vorgetragen und diskutiert. Die Ausarbeitungen werden allerdings in englisch geschrieben und anschließend vereinheitlicht, begutachtet und zu einem Seminarband zusammengefasst, der - bei ausreichender Qualität - als Buch veröffentlicht wird. Da es bisher kein einschlägiges Werk zur Netzwerkanalyse gibt, soll dieser Band auch von anderen als Einstieg und Referenz verwendet werden können.
Die Teilnehmer/innen sollten sich auf eine Gesamtdauer des Projekts von ca. einem Jahr einstellen.
Die Themen werden in etwa die folgenden Bereiche abdecken und Methoden aus so unterschiedlichen Gebieten wie Graphentheorie, Lineare Algebra, Algebra, Stochastik und Numerik zusammen bringen. Zur besseren Einordnung sind einige Stichworte aus den englischsprachigen Originalarbeiten angegeben.
Die Ausschreibung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler/innen (Diplomand/inn/en, Doktorand/inn/en und Promovierte) der Informatik oder einer verwandten Fachrichtung mit starkem Bezug zur Informatik.
Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse im Bereich des Seminarthemas notwendig, sondern nur eine sehr gute wissenschaftliche Qualifikation. Die Auswahl der etwa 20 Teilnehmer/innen findet aufgrund der Bewerbungen statt, denen eine kurze Beschreibung des wissenschaftlichen Werdegangs und die Empfehlung durch eine/n Hochschullehrer/in beizulegen ist.
Bewerbungen (auf Wunsch mit Angabe bevorzugter Themen) und Anfragen zu diesem Seminar werden bis zum 1. Oktober 2003 an einen der beiden Organisatoren erbeten:
Prof. Dr. Ulrik Brandes (geänderte Adresse) |
Prof. Dr. Thomas Erlebach |
Der Bescheid über die Vergabe der Teilnahmeplätze erfolgt noch im Oktober 2003. Die Teilnahmegebühr (Unterkunft und Verpflegung in Dagstuhl) beträgt pauschal 100 Euro.
Die Gesellschaft für Informatik (GI) veranstaltet seit 1997 zusammen mit dem IBFI Schloß Dagstuhl Forschungsseminare zu aktuellen Themen der Informatik, die in Lehrbüchern noch keine geeignete Darstellung gefunden haben. Sie richten sich an Diplomand/inn/en, Doktorand/inn/en und promovierte Nachwuchswissenschaftler/innen, die aktiv neue Entwicklungen in der Informatik kennenlernen wollen. Indem die Teilnehmer/innen vorwiegend nach ihren wissenschaftlichen Fähigkeiten und nicht bevorzugt nach ihrem speziellen Arbeitsgebiet ausgewählt werden, soll eine Verbreitung dieser neuen Entwicklungen an den Universitäten gefördert werden. Die Anzahl der Teilnehmer/innen soll maximal 20 betragen.
Bisher wurden GI-Dagstuhl-Seminare zu den Themen